UNITY in DIVERSITY
19 - 25 Juni 2023 | ausstellungsraum.at
1060 | gumpendorfer Straße 23
Wien Austria




















Seit Beginn der Fotografie wurde infrage gestellt, ob es sich bei ihr lediglich um eine reine Dokumentation der Realität durch ein optisch-mechanisches Gerät handelt. Häufig wird von „echten" Fotograf_innen erwartet, dass sie der Welt eine bedeutsame Botschaft vermitteln, die tiefere Einblicke in die menschliche Erfahrung und die Facetten unserer Existenz eröffnen. Es wird verlangt, dass sie durch ihre Linse die Emotionen und die Intensität des Lebens festhalten. Einige Fotograf_innen befassen sich in ihrer Arbeit mit wichtigen Themen wie der Umwelt, der politischen Situation oder anderen sozialen Fragen, die unsere Zeit prägen und herausfordern, oder sie zelebrieren allein die Schönheit ihrer Umgebung, die oft übersehen wird. Sie laden uns ein, die Welt durch ihre Augen zu sehen und zu fühlen. Das Ausstellungsprojekt Unity in Diversity möchte Menschen in konfliktreichen Zeiten mehr verbinden, indem es ein Bewusstsein für die unterschiedlichen Perspektiven schafft und die Vielfalt menschlicher Erfahrungen zelebriert. In einer Zeit, in der Trennung und Konflikt oft im Vordergrund stehen, bietet das Projekt eine Plattform für Dialog und Verständnis, die über kulturelle und geographische Grenzen hinausgeht.
Alle ausgewählten Fotograf_innen behandeln besondere, jedoch sehr unterschiedliche Themen - z. B. Nashörner in Kenia, deren Bedrohung durch Wilderei und Verlust ihres Lebensraums ein drängendes Umweltthema ist, den Kiewer Hydropark, der eine Oase der Ruhe inmitten urbaner Hektik darstellt, oder das Straßenleben Wiens, welches die pulsierende Energie und die vielfältigen Geschichten der Stadtbewohner einfängt. Darstellungen eines Kirschgartens weisen poetische, aber auch politische Konnotationen auf, indem sie uns an die Bedeutung von Natur und deren Schutz erinnern. Darüber hinaus sind Impressionen aus den buddhistischen Kalmückien und den Dayak-Stämmen auf Borneo zu sehen, die uns eine tiefere Verbindung zu den Traditionen und der Spiritualität dieser Kulturen ermöglichen. Die sieben Fotograf_innen machen mit ihren Werken auf die Wichtigkeit aufmerksam, den aktuellen und sehr herausfordernden Krisen mit Kreativität, Fantasie und Optimismus zu begegnen. Sie zeigen auf, dass Kunst eine kraftvolle Stimme sein kann, die nicht nur zur Reflexion anregt, sondern auch Impulse zur Veränderung gibt. Durch ihre Bilder inspirieren sie uns dazu, aktiv zu werden und die Welt um uns herum mit einem neuen Blick zu betrachten, voller Hoffnung und der Möglichkeit von etwas Besserem.


